Die bestehende Anlage der Berufsschule Bülach ist geprägt durch ihre Lage am Übergang von Siedlung zu landwirtschaftlich genutztem Naturraum sowie durch ihren markanten architektonischen Ausdruck. In ihrer industriellen Robustheit vermittelt sie einen selbstverständlich souveränen und doch bescheidenen Eindruck. Gebäude und Umgebung stehen in enger, offener Beziehung zueinander und wirken gewinnbringend auf die Nutzung der Anlage ein. Diese einzigartigen Qualitäten der inventarisierten Schule sind Ausgangspunkt für die Konzeption des Erweiterungsbaus. Seine sorgfältig austarierte Positionierung im südlichen Eck der Parzelle sowie seine flache, kompakte Kubatur verfolgen das Ziel, diese Qualitäten der bestehenden Bauten im Freiraum bestmöglich zu erhalten und zu stärken. Die Durchlässigkeit der Anlage bleibt somit erhalten, und trotz seiner Grösse lässt der neue Baukörper den Bestandsgebäuden Luft.


Atmosphäre und Struktur im Inneren lehnen sich an die Charakteristika des Altbaus an und zeichnen sich durch eine lesbare Ordnung aus, innerhalb derer Flexibilität in der Nutzung, Rückzug und Offenheit möglich sind. Auch im Neubau ist die technische und konstruktive Funktion der Elemente sowie deren effiziente Fertigung erkennbar. Im Zusammenspiel vom Raum und seinen Bestandteilen entsteht der gewünschte Ateliercharakter, welcher die zeitgemässe Schulform von eigenverantwortlichem Lernen und Lehren vermittelt. So wird die Berufsschulanlage als ganzheitliches Ensemble von Bestands- und Erweiterungsbau mit umgebendem Freiraum ihrer Aufgabe als Kompetenzzentrum für kaufmännische und Elektrofachleute, Poly-/Flugzeugmechaniker*innen gerecht.

Projektwettbewerb Erweiterungsbau Berufsschule Bülach / 2025


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